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Dateien eines bestehenden Fileservers nach Sharepoint migrieren?

Unbeantwortet Dieser Beitrag hat 7 Antworten

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4 Beiträge
Jaho 123 erstellt 29 Aug. 2010 14:25
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Hallo,

ich fange grad erst an mich mit dem Thema Sharepoint zu beschäftigen.

Nun stehe ich vor dem folgendem Problem: Im Unternehmen existiert ein Fileserver mit ca. einer halben Millionen Dateien, diese Dateien sollen nun irgendwie nach Sharepoint migriert werden (dabei sollten nach Möglichkeit die NTFS-Berechtigungen übernommen werden.. Diese später wieder einzurichten wäre eine ziemlich lästige Aufgabe).

Die Frage ist nun: Gibt es eine Möglichkeit diese entsprechend zu importieren bzw. die Dateien auf dem Fileserver zu belassen und den Fileserver irgendwie in Sharepoint einzubinden (also Daten extern und die Metadaten usw. in der Sharepoint Datenbank)?

PS: Da im Unternehmen noch keine großen Erfahrungen mit Sharepoint gemacht wurden experimentieren wir derzeit nur mit der Sharepoint Foundation 2010

(Falls Sharepoint 2010 dies nicht direkt unterstützt es aber Drittanbieter Tools gibt, würde ich mich über einen Link zu diesen ebenfalls freuen)

Gruß und vielen Dank im voraus

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1714 Beiträge
C.Kaiser Als Antwort am 30 Aug. 2010 09:59
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Moin,

Die Frage ist immer um welche Menge an Daten handelt es sich (ich halte die die Größe in GB für entscheidener als die Anzahl). Du musst beachten, dass du wahrscheinlich nicht alles in eine Datenbank packen kannst, da diese sonst viel zu groß wird (Stichwörter sind Backup und Restore). Daher muss das Design der Farm auf die Menge der Daten abgestimmt werden und hier gilt es besonderen Fokus am Anfang drauf zu legen (Fragen: Kann ich die Dokumente sinnvoll strukturieren? Wie kann ich die SiteCollections inkl der dranhängenden Datenbanken aufbauen?...).

Wenn ihr die Daten nach SharePoint migrieren wollt bietet AvePoint zum Beispiel einen Migrator an: http://de.avepoint.com/file-system-to-sharepoint-migration-docave/

Ich würde die Menge an Daten allerdings nicht in den SharePoint pumpen, sondern die FileShares auf ReadOnly setzen und alle neuen Daten in SharePoint managen. Eine Möglichkeit die externen Daten komfortabel einzubinden bietet auch Avepoint http://de.avepoint.com/sharepoint-management-of-file-share-content/

 

Beste Grüße,
Christian

http://www.sharepoint-rhein-ruhr.de

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4 Beiträge
Jaho 123 Als Antwort am 30 Aug. 2010 17:43
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Vielen Dank für die Antwort!

Ich werd mir die beiden von dir genannten Möglichkeiten (und Links) mal genauer anschauen, vielleicht ist ja schon der richtige Weg für uns dabei... zu deiner Frage um welches Datenvolumen es sich handelt, es sind ca 1,5 TB. In eine Datenbank würden die sowieso nicht passen, daher hatte ich auch eine Lösung mit einem Remote BLOB Storage in Erwägung gezogen.

Wer weitere Lösungsansätze kennt darf die aber gern auch weiterhin nennen, ich nehme an das dieses Thema nicht nur für mich interresant ist.

Sobald ich mich ein wenig mit den beiden bisher genannten Ansätzen auseinander gesetzt habe (kann ein paar Tage dauern), werde ich mich nochmal zurückmelden.

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1714 Beiträge
C.Kaiser Als Antwort am 30 Aug. 2010 18:58
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[quote user="Jaho 123"]

zu deiner Frage um welches Datenvolumen es sich handelt, es sind ca 1,5 TB. In eine Datenbank würden die sowieso nicht passen, daher hatte ich auch eine Lösung mit einem Remote BLOB Storage in Erwägung gezogen.

[/quote]

Warum? Bei NTFS sollte die maximale Dateigröße bei irgentwo 16TB liegen, oder ist die Plattenkapazität nicht so groß?

Beste Grüße,
Christian

http://www.sharepoint-rhein-ruhr.de

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4 Beiträge
Jaho 123 Als Antwort am 31 Aug. 2010 20:25
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Ich hätte wohl anmerken sollen, das ich im Rahmen des Projektes dafür zuständig bin die kostenlosen Versionen Sharepoint Foundation 2010 mit SQL Server 2008 R2 Express zu testen. Daher auch die beschränkte Datenbankgröße von max. 10GB und der Lösungsansatz mit RBS.

Da wir im Unternehmen bisher noch keine Erfahrung mit Sharepoint haben, wird auch vorerst nur die kostenlose Version Einzug erhalten um die Akzeptanz des Produkts bei den Mitarbeitern (vorerst nur Projektteams und ein paar ausgesuchte Abteilungen) zu testen.

Zum Einsatz kommen wird wohl letztendlich die Vollversion, aufgrund der weit zahlreicheren Features, allerdings erst nachdem alle "Probleme" wie die Datenmigration geklärt sind... wie gesagt ich hab noch keine Erfahrung mit dem Produkt und Schulungen stehen noch aus.

 

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178 Beiträge
René Fritsch Als Antwort am 1 Sept. 2010 10:08
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[quote user="Jaho 123"]

Zum Einsatz kommen wird wohl letztendlich die Vollversion, aufgrund der weit zahlreicheren Features, allerdings erst nachdem alle "Probleme" wie die Datenmigration geklärt sind... wie gesagt ich hab noch keine Erfahrung mit dem Produkt und Schulungen stehen noch aus.

[/quote]

Wenn ihr das Produkt gründlich evaluieren wollt, nehmt besser die Trial Version des vollwertigen SharePoint Servers 2010, nicht die Foundation.

Was die angesprochenen Fallstricke angeht: Davon gibt es bei einer Software dieser Komplexität naturgemäß sehr viele. Ihr könnt natürlich selbst recherchieren und versuchen an so vieles wie möglich vorab zu denken. Die Erfahrung zeigt aber, dass sich durch das Hinzuziehen eines kompetenten Dienstleisters eine Menge späteren Ärgers vermeiden lässt. Die Zahl der Unternehmen, die inzwischen Beratungsleistungen für SharePoint anbieten, ist ja nicht deshalb so groß, weil die Mitarbeiter der Kunden selbst zu faul wären, sich darum zu kümmern. ;-)

Viel Erfolg jedenfalls für euer Projekt! SharePoint ist ein spannendes Produkt, und wenn man die späteren Nutzer bei der Einführung richtig einbezieht und trainiert, habt ihr sehr gute Chancen auf eine hohe Akzeptanz.

 

Beste Grüße

René Fritsch

---

http://www.bridging-it.de
http://rene-fritsch.de 

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19231 Beiträge
Andi Fandrich Als Antwort am 1 Sept. 2010 10:39
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Ich kann da René nur rechtgeben. Die vielen Möglichkeiten von SharePoint könnt Ihr gar nicht alle selbst evaluieren.

Viele Grüße
Andi
af @ evocom de
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4 Beiträge
Jaho 123 Als Antwort am 1 Sept. 2010 14:07
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Da muss ich natürlich auch selber zustimmen.

Bevor wir aber ein externes Unternehmen hinzubemühen, wollen wir soviel wie möglich selber in Erfahrung bringen, um nicht unnötig Geld aus dem Fenster zu werfen für Dinge die man selber erledigen kann. Somit haben wir dann auch später eine bessere Grundlage, um mit den externen ein vernünfiges und durchdachtes System für unser Unternehmen zurecht zu schneidern.

Ob die Vollversion des Sharepoint Server zum Einsatz kommt, hängt natürlich nicht allein von der IT-Abteilung ab. Daher ist der Einsatz der Foundation nicht der verkehrteste Weg.

PS.: Zuletzt möchte ich nochmal darauf hinweisen, dass ich mich weiterhin über andere Lösungswege für das oben geschildert Problem freuen würde :)