SharePointCommunity
Die deutschsprachige Community für SharePoint, Microsoft 365, Teams, Yammer und mit Azure

Sponsored by

Willkommen im Forum Archiv.
Einträge sind hier nicht mehr möglich, aber der Bestand von 12 Jahren SharePoint-Wissen ist hier recherchierbar.




MSS virtualisiert

Dieser Beitrag hat 7 Antworten

Ohne Rang
121 Beiträge
Cron erstellt 23 Feb. 2010 17:31
SchlechtSchlechtIn OrdnungIn OrdnungDurchschnittDurchschnittGutGutSehr gutSehr gut

Hallo,

ich möchte euch mal nach eurer Meinung und Erfahrung hinsichtlich Virtualisierung und Sharepoint fragen.

Wir sind gerade dabei unser IT grundlegend umzustrukturieren. Die vorhandenen physischen Server sollen durch leistungsstärkere ersetzt werden. Auf diesen sollen die jetzt verteilten Anwendungssysteme virtualisiert werden.

Folgende Systeme sollen virtualisiert werden.

  • MSS 2010 mit Project 2010
  • CRM 4.0
  • SQL Server 2008

Als Server ist ein 2x Xeon Quadcore (E5504) mit je 2,0GHz und insgesamt 24 GB RAM angedacht. Auf dieser Hardware soll W2k8R2 mit Hyper-V die Basis für die Virtualisierung bereitstellen.

In einer VM mit 3 zugewiesenen Kernen soll der MSS+Project+CRM installiert werden. Der MSS ist Web und App Server in einem. Diese VM verfügt über 8GB RAM.

In einer weiteren VM soll der SQL Server 2008 installiert werden. Diese VM hat 2 Kerne und ebenfalls 8GB RAM.

Als Storage ist eine SAS-Lösung von Promise (VessRAID 1730s) angedacht auf die, die beiden VM zu greifen.

Auf dem physischen Server wird DC, DNS, DHCP, Active Directory installiert. User greifen ca. 30 auf den Sharepoint zu. CRM max. 10.

Was haltet ihr davon? Ich bin für jede Anregung dankbar.

Gruß Thomas

Alle Antworten

Ohne Rang
19231 Beiträge
Andi Fandrich Als Antwort am 23 Feb. 2010 17:54
SchlechtSchlechtIn OrdnungIn OrdnungDurchschnittDurchschnittGutGutSehr gutSehr gut

Ich würde SharePoint und CRM auf jeden Fall trennen. SP 2010 (besonders in Verbindung mit Project Server) ist sehr kräftezehrend... Aber sonst klingt das vernünftig.

Habe ich das richtig verstanden, daß Ihr auf dem physikalischen Server (dem VM-Host) den DC einrichten wollt? AFAIK ist das unsupported.

Viele Grüße
Andi
af @ evocom de
Blog
Ohne Rang
66 Beiträge
Goldfinger Als Antwort am 24 Feb. 2010 08:13
SchlechtSchlechtIn OrdnungIn OrdnungDurchschnittDurchschnittGutGutSehr gutSehr gut

[quote user="Cron"]Auf dem physischen Server wird DC, DNS, DHCP, Active Directory installiert. User greifen ca. 30 auf den Sharepoint zu. CRM max. 10[/quote]

 

Wir lassen diese Dinge auch in einer VM laufen - so kann bei versagen des physikalischen Servers die komplette Umgebung einfach in einem anderen Physikalischen gehostet werden.

Der Physikalische selbst, hängt dann letztendlich wieder in der Domäne seines Gasts, um z.B. mit Hilfe von virtuellen Maschinen mit DPM(s) gebackupt werden zu können. Die DPM's nutzen dabei den HyperV VSS Writer, sodass über Nacht ALLES gebackupt werden kann, ohne die Server herunterfahren zu müssen.

Grüße

Ohne Rang
121 Beiträge
Cron Als Antwort am 24 Feb. 2010 10:20
SchlechtSchlechtIn OrdnungIn OrdnungDurchschnittDurchschnittGutGutSehr gutSehr gut
Guten Morgen, erst einmal Danke für die schnellen Antworten. Bei der Sache mit SP 2010 und CRM ist, dass ich dieses ganze Projekt nicht allein stemme, sondern im Team. Es werden noch weitere Systeme (Exchange, CommServer, SCE, SCDPM und noch andere in weiteren VMs) virtualisiert. Aus dem Team kam die Aussage, da der SP 2010 ja sowieso schon ein Webserver benötigt, könnte man diesen doch auch gleich für das CRM mit benutzen. Aktuell machen wir es ja mit dem MOSS und dem CRM auch so. Ich gehe mit deiner Aussage, Andi, konform, dass ich den SP 2010 lieber allein gehabt hätte, weil alles danach aussieht, dass dieses System gut Ressourcen braucht. Nur fehlen mir die Argumente gegen die oben genannte Pauschalaussage. Es fehlt halt der Vergleich MOSS vs. MSS. Das mit dem DC und Co. ist nicht mein Aufgabengebiet bei dieser Umstrukturierung. Mein Arbeitskollege, der bislang den physischen DC und Co. betreut, ist der festen Meinung, es ginge nicht in einer VM. Es hätte soviele Nachteile, Einschränkungen, etc. Ich habe zwar in einer Testumgebung auf einem physischen System den DC, DNS und Co. auch in VMs laufen und der Host ist normaler Domänecomputer. Genauso wie ihr es beschreibt. Und alles funktioniert einwandfrei in der Testumgebung. Um euch einen Gesamtüberblick zu geben, hole ich mal komplett aus. Vielleicht sieht es dann schon wieder alles anders aus. Also das Projekt beinhaltet die Umsetzung folgender Systeme: - SP 2010 mit Project 2010 - CRM 4.0 - SQL Server 2008 - Exchange 2010 - SCE, SCDPM, SCVMM - CommServer 2007R2 - Forefront - Lexware - DC, DNS, DHCP, etc. Diese Systeme sollen auf 2 Server mit 2x 2,0GHz Xeon-Quadcore (E5504) mit 24GB RAM je Server virtualisiert werden. Als Storage dient das oben erwähnte SAS VessRAID 1730s von Promise. Auf beiden physischen Servern läuft als Hostsystem W2k8R2 Enterprise in Vollinstallation. Die beiden physischen Server sollen DC, DNS, DHCP, Active Diretory, Druckserver und Lexware (auf einem) bereitstellen. Wie die genau konfiguriert werden, kann ich leider noch nicht sagen, da ein Teamkollege dafür zuständig ist. Meiner Meinung nach, würde ich all diese Dienste ebenfalls virtualisieren. Bei Lexware müsste ich noch einmal nachhaken, aber die standardmäßigen Windows Domänedienste lassen sich sehr wohl und gut virtualisieren nach meinem bisherigen Kenntnisstand und man hätte die bereits von Goldfinger genannten Vorteile. Dann würde ich die Hosts als W2k8R2 Core installieren, um einfach weniger Updates (-->Downtime der Hosts) und Angriffsfläche zu haben. Auf dem 1. Server sollen der SP 2010, Project 2010, CRM4.0, Forefront und der SQL Server virtualisiert werden. Also in Summe 3 VMs (1. SP2010+Project+CRM, 2. SQL Server, 3. Forefront). Die VM des SP 2010 bekommt 3 Kerne und 8GB RAM. Forefront 1 Kern und 2GB RAM und der SQL Server 2 Kerne und 8GB RAM. Die restlichen 2 Kerne soll das Hostsystem bekommen und 4GB RAM. Auf dem 2. Server sollen der Exchange 2010, CommServer 2007R2 und die SC-Familie virtualisiert werden. In Summe wieder 3 VMs (1. Exchange, 2. CommServer, 3. SC-Familie). Der Exchange soll mit 2 Kernen und 8GB RAM ausgestattet werden. Der CommServer auch 2 Kerne und 6GB RAM. Die SC-Familie soll auf 2 Kernen mit 6GB RAM installiert werden. Für das Hostsystem bleiben dann 2 Kerne und 4GB RAM. Das Storage verfügt insgesamt über 6TB Kapazität. Für den SQL Server Daten und die Exchange DBs wird ein RAID 10 konfiguriert, die anderen werden in mehreren RAID 1 abgelegt, z.B. SQL Logs auf separaten RAID 1. Dabei habe ich noch meine Bedenken hinsichtlich der Tatsache, dass alle VM-Betriebssysteme in einem RAID 1 abgelegt werden sollen. Die Server sind so ausgelegt, dass einer im Notfall die unternehmenskritischen Systeme (SP2010, Exchange, SQL Server und Domänedienste (DC, DNS, etc.) allein übernehmen kann. Sicherlich nicht in gewohnter Performance, aber es läuft. Was haltet ihr von der Gesamtlösung? Ich bin wieder für alles offen. Gruß Thomas PS: Ich werde den DC und Co. Verantwortlichen mal auf das mit dem nicht vorhandenen Support ansprechen.
Ohne Rang
121 Beiträge
Cron Als Antwort am 24 Feb. 2010 10:22
SchlechtSchlechtIn OrdnungIn OrdnungDurchschnittDurchschnittGutGutSehr gutSehr gut
Guten Morgen, Sorry für den unleserlichen Text. Hatte es kurz im Editor und der hat wohl alle Formatierungen gelöscht. Ich hoffe, dass es nun besser lesbar ist. erst einmal Danke für die schnellen Antworten. Bei der Sache mit SP 2010 und CRM ist, dass ich dieses ganze Projekt nicht allein stemme, sondern im Team. Es werden noch weitere Systeme (Exchange, CommServer, SCE, SCDPM und noch andere in weiteren VMs) virtualisiert. Aus dem Team kam die Aussage, da der SP 2010 ja sowieso schon ein Webserver benötigt, könnte man diesen doch auch gleich für das CRM mit benutzen. Aktuell machen wir es ja mit dem MOSS und dem CRM auch so. Ich gehe mit deiner Aussage, Andi, konform, dass ich den SP 2010 lieber allein gehabt hätte, weil alles danach aussieht, dass dieses System gut Ressourcen braucht. Nur fehlen mir die Argumente gegen die oben genannte Pauschalaussage. Es fehlt halt der Vergleich MOSS vs. MSS. Das mit dem DC und Co. ist nicht mein Aufgabengebiet bei dieser Umstrukturierung. Mein Arbeitskollege, der bislang den physischen DC und Co. betreut, ist der festen Meinung, es ginge nicht in einer VM. Es hätte soviele Nachteile, Einschränkungen, etc. Ich habe zwar in einer Testumgebung auf einem physischen System den DC, DNS und Co. auch in VMs laufen und der Host ist normaler Domänecomputer. Genauso wie ihr es beschreibt. Und alles funktioniert einwandfrei in der Testumgebung. Um euch einen Gesamtüberblick zu geben, hole ich mal komplett aus. Vielleicht sieht es dann schon wieder alles anders aus. Also das Projekt beinhaltet die Umsetzung folgender Systeme: - SP 2010 mit Project 2010 - CRM 4.0 - SQL Server 2008 - Exchange 2010 - SCE, SCDPM, SCVMM - CommServer 2007R2 - Forefront - Lexware - DC, DNS, DHCP, etc. Diese Systeme sollen auf 2 Server mit 2x 2,0GHz Xeon-Quadcore (E5504) mit 24GB RAM je Server virtualisiert werden. Als Storage dient das oben erwähnte SAS VessRAID 1730s von Promise. Auf beiden physischen Servern läuft als Hostsystem W2k8R2 Enterprise in Vollinstallation. Die beiden physischen Server sollen DC, DNS, DHCP, Active Diretory, Druckserver und Lexware (auf einem) bereitstellen. Wie die genau konfiguriert werden, kann ich leider noch nicht sagen, da ein Teamkollege dafür zuständig ist. Meiner Meinung nach, würde ich all diese Dienste ebenfalls virtualisieren. Bei Lexware müsste ich noch einmal nachhaken, aber die standardmäßigen Windows Domänedienste lassen sich sehr wohl und gut virtualisieren nach meinem bisherigen Kenntnisstand und man hätte die bereits von Goldfinger genannten Vorteile. Dann würde ich die Hosts als W2k8R2 Core installieren, um einfach weniger Updates (-->Downtime der Hosts) und Angriffsfläche zu haben. Auf dem 1. Server sollen der SP 2010, Project 2010, CRM4.0, Forefront und der SQL Server virtualisiert werden. Also in Summe 3 VMs (1. SP2010+Project+CRM, 2. SQL Server, 3. Forefront). Die VM des SP 2010 bekommt 3 Kerne und 8GB RAM. Forefront 1 Kern und 2GB RAM und der SQL Server 2 Kerne und 8GB RAM. Die restlichen 2 Kerne soll das Hostsystem bekommen und 4GB RAM. Auf dem 2. Server sollen der Exchange 2010, CommServer 2007R2 und die SC-Familie virtualisiert werden. In Summe wieder 3 VMs (1. Exchange, 2. CommServer, 3. SC-Familie). Der Exchange soll mit 2 Kernen und 8GB RAM ausgestattet werden. Der CommServer auch 2 Kerne und 6GB RAM. Die SC-Familie soll auf 2 Kernen mit 6GB RAM installiert werden. Für das Hostsystem bleiben dann 2 Kerne und 4GB RAM. Das Storage verfügt insgesamt über 6TB Kapazität. Für den SQL Server Daten und die Exchange DBs wird ein RAID 10 konfiguriert, die anderen werden in mehreren RAID 1 abgelegt, z.B. SQL Logs auf separaten RAID 1. Dabei habe ich noch meine Bedenken hinsichtlich der Tatsache, dass alle VM-Betriebssysteme in einem RAID 1 abgelegt werden sollen. Die Server sind so ausgelegt, dass einer im Notfall die unternehmenskritischen Systeme (SP2010, Exchange, SQL Server und Domänedienste (DC, DNS, etc.) allein übernehmen kann. Sicherlich nicht in gewohnter Performance, aber es läuft. Was haltet ihr von der Gesamtlösung? Ich bin wieder für alles offen. Gruß Thomas PS: Ich werde den DC und CO. Verantwortlichen mal auf das mit dem nicht vorhandenen Support ansprechen.
Ohne Rang
19231 Beiträge
Andi Fandrich Als Antwort am 24 Feb. 2010 11:01
SchlechtSchlechtIn OrdnungIn OrdnungDurchschnittDurchschnittGutGutSehr gutSehr gut

Ist Deine Return-Taste kaputt? ;-)

[quote user="Cron"]da der SP 2010 ja sowieso schon ein Webserver benötigt, könnte man diesen doch auch gleich für das CRM mit benutzen[/quote]

Tolle Aussage! Und so jemand konzipiert bei Euch die Infrastruktur?

[quote user="Cron"]DC ginge nicht in einer VM[/quote]

Warum soll das nicht gehen? DC auf dem VM-Host ist von MS nicht supported.

Ansonsten hast Du das ja selbst schon ganz gut beschrieben, wie es aussehen sollte. Grob überschlagen erscheint mir allerdings der Arbeitsspeicher etwas zu knapp.

Viele Grüße
Andi
af @ evocom de
Blog
Ohne Rang
121 Beiträge
Cron Als Antwort am 24 Feb. 2010 15:06
SchlechtSchlechtIn OrdnungIn OrdnungDurchschnittDurchschnittGutGutSehr gutSehr gut

Hallo Andi,

großes Sorry für den unleserlichen Text. Ich hatte den Text im IE geschrieben und der hat irgendwie die Formatierungen gelöscht. Dann hatte ich es noch einmal probiert, wodurch der 2. unleserliche Post zu stande kam.

Ich danke dir, dass du dir trotzdem die Arbeit gemacht hast, es alles durchzulesen. Und noch mehr danke ich dir für deine Anmerkungen.

Hast was gut bei mir! ;-)

Kannst du mir einen Link oder anderen "Beweis" schicken, wo das mit die nicht supporten steht. Am besten einen von MS direkt. Der Kollege hegt Bedenken an deiner Aussage! Ich konnte auf die schnelle leider nichts finden.

Welche Bedenken hast du hinsichtlich des Arbeitsspeichers? Wo meinst du, könnte es bei bis zu 30 Usern haken?

Gruß Thomas

Ohne Rang
19231 Beiträge
Andi Fandrich Als Antwort am 24 Feb. 2010 15:45
SchlechtSchlechtIn OrdnungIn OrdnungDurchschnittDurchschnittGutGutSehr gutSehr gut

Das mit dem Arbeitsspeicher ist nur so ein Gefühl. Ihr habt aber doch einiges vor und da erscheinen mir 48 GB einfach etwas zu wenig. Habe aber nicht nachgerechnet.

Wegen Hyper-V und DC auf einer Maschine: ich bin ziemlich sicher, das in einem offiziellen Dokument von MS gelesen zu haben, aber das finde ich natürlich nicht mehr. Generell gilt aber immer keine weiteren Anwendungen auf einem DC laufen zu lassen.

Hier ein paar Aussagen dazu (z.T. von MSFT-Mitarbeitern:
http://social.technet.microsoft.com/Forums/en/winserverhyperv/thread/4ff14bec-a815-473b-8d2a-33e91e17197b
http://social.technet.microsoft.com/Forums/en-US/winserverhyperv/thread/3eece08e-09f5-49e2-9403-b67a420af0d2/

Und hier noch die Anleitung, wie man DC virtualisiert:
http://technet.microsoft.com/de-de/library/dd363553(WS.10).aspx

Viele Grüße
Andi
af @ evocom de
Blog