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Impatient Optimists - Gedanken zum Jahreswechsel

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Michael Greth [SharePoint MVP]

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14.-17.11.2016 ESPC 2016 Wien 

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MVP AWARD 1998 - 2016

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Ende Oktober bekam ich eine Einladung der Impatient Optimists, der Community der Bill & Melinda Gates Foundation, zu einer Veranstaltung mit Bill Gates hier in Berlin. Ich hatte schon mal auf dem MVP Summit 2001 in Redmond das Vergnügen, Bill Gates im Rahmen einer Keynote und Q&A Session in einem kleineren Rahmen zu erleben. Damals ging es natürlich um Microsoft, Software und andere technische Themen, aber es war eine sehr interessante Erfahrung, Bills Ideen und Visionen aus eigenem Munde zu hören.

Anfang November in Berlin im Basecamp mit rund 100 Teilnehmern wieder Bill Gates, etwas gealtert, aber immer noch mit Ideen, Visionen und Engagement. Aber heute treibt ihn nicht mehr der "PC auf jedem Arbeitsplatz" sondern der Kampf gegen weltweite Armut und bessere Gesundheitsvorsorge. Klar weiß jeder, dass es Armut, Krankheit und Not in vielen Teilen der Welt gibt - doch sein wir mal ehrlich, was man konkret dagegen macht bzw. machen kann, darüber kennen sich die meisten nicht wirklich aus.

Bill hat auf der Veranstaltung rund 30 Minuten über verschiedene Aspekte der Arbeit seiner Stiftung gesprochen. (Ich habe über den Spreaker-Service das Gespräch live gestreamt ). Zwei Dinge sind mir besonders im Gedächtnis geblieben:

  • Die Forschung nach der optimalen Toliette für die dritte Welt. Das hört sich vielleicht etwas komisch an, aber schlechte hygienische Verhältnisse sind u.a. eine wesentliche Ursache für schwere Krankheiten und hohe Kindersterblichkeit. Und man kann jetzt nicht einfach Toliletten aus unseren Baumärkten nehmen und sie nach Afrika schicken und das Problem ist gelöst. Es gibt dort keine Kanalisation und wird es vermutlich auch aus Kostengründen nie in großer Breite geben, also braucht man ein Tolilettensystem, was zum eine hygienisch ist und zum anderen die lokalen Voraussetzungen berücksichtigt. Dinge und Standards, die bei uns selbstverständlich sind, lassen sich nicht einfach in die dritte Welt exportieren, sondern es braucht kreative Ideen und auch intensive Forschung,um zu funktionierenden Lösungen zu kommen.
  • Gesprochen wurde auch über Finanzdienstleistungen für die dritte Welt. Was bei uns noch nicht die Regel ist, den Bank- und Zahlungsverkehr über Smartphones oder Handy abzuwicklen, ist z.B. in Afrika eine echte Alternative. Mobilfunknetze sind vorhanden, Mobiltelefone ebenfalls, aber ein Bankenfilialsystem, wie wir es hier in Deutschland kennen, gibt es nicht und wird es auch nicht geben. So bietet der Mobilfunk die passende Alternative, den Menschen Bankdienstleistungen anbieten zu können. Hier sieht man, wie moderne Technologie auf die Anforderungen und Bedürfnisse der Menschen angepasst sinnvoll eingesetzt werden kann.

Mag sein, dass diese beiden Beispiele jetzt nicht besonders eindrucksvoll oder bedeutend sein mögen, ich fand, dass sie sehr pragmatisch zeigen, wie man Probleme mit kreativen und praxisnahen Ideen angehen und vielleicht auch lösen kann. 


Bereitgestellt 20 Dez 2013 9:40 von Michael Greth